Unipiraten (PIRAT)

Die Unipiraten Österreichs (PIRAT) sind die „piratische“ Studierendenfraktion der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Sie orientieren sich in ihrem Wahlprogramm für die ÖH-Wahlen 2013 an den „piratischen“ Grundwerten und bauen ihre Forderungen darauf auf:

  1. Liquid Democracy: Studierende sollen sich auf einer für die ÖH zugeschnittenen Liquid-Democracy-Plattform registrieren können; liquid democracy steht dabei für eine Mischform aus direkter und indirekter Demokratie
  2. Bachelor und Master: Der Bachelorabschluss soll zu einer Mobilitätsschnittstelle im Sinne des Bologna-Prozesses werden; ein Wechsel zwischen den Universitäten soll dadurch leichter werden; alle Studierenden sollen die Möglichkeit bekommen, einen zu ihrem Bachelorabschluss passenden Master absolvieren zu können; zudem wird der Ausbau von berufsbegleitenden Studiengängen angestrebt
  3. Studiengebühren: Die Einhebung von Studiengebühren wird klar abgelehnt
  4. Investitionen in den Hochschulsektor: Bis 2020 soll ein Anteil von 2 Prozent des BIPs in den tertiären Sektor investiert werden
  5. Eignungsprüfungen und StEOP: Ablehnung der Studieneingangs- und Orientierungsphase in ihrer derzeitigen Form; Eignungsprüfungen werden grundsätzlich nicht abgelehnt, diese sollen jedoch keine selektive Form haben, sondern ein unverbindliches Feedback sein
  6. Hochschulpolitik: Die Zahlen der inskribierten Studierenden aller österreichischen Universitäten sollen offengelegt werden; Einsatz für eine innerösterreichische Mobilitätsförderung
  7. Open Access: Forderung nach einer zentralen Stelle, in der alle Forschungsergebnisse und Publikationen, die aus Steuergeldern finanziert wurden, einzusehen sind
  8. Technik und Datenschutz: Gestreamte und digital aufgezeichnete Vorlesungen sollen ausgeweitet werden; Vorlesungen sollen via Stream verfolgt und jederzeit durch eine Aufzeichnung angeschaut werden können; kommerzielle Software soll im Unibetrieb eingesetzt werden; Datenschutz durch Datenvermeidung; die Universitäten sollen nur Daten von Studierenden erheben, die dringend für die Organisation gebraucht werden; freiwillige Aufklärungen über Datenschutz für Studierende und verpflichtend für das Universitätspersonal
  9. Gender Studies: Verpflichtender Wahlfachtopf in jedem Studienplan; Fächer wie Ethik, Genetik usw. sollen Studierende nach Interesse auswählen

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