Was ist die ÖH?

ParagraphDie Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft

Wer ist das und was macht sie?

Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) ist die gesetzliche Vertretung der österreichischen Studentinnen und Studenten der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen. Alle Studierenden in Österreich sind automatisch Mitglieder der ÖH, denn es handelt sich hierbei um eine Pflichtmitgliedschaft. Der Vorsitzende der ÖH ist zurzeit Martin Schrott von den Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ). Seine erste Stellvertreterin ist derzeit Angelika Gruber und Janine Wulz hat das Amt als zweite stellvertretende Vorsitzende. Die ÖH vertritt Studentinnen und Studenten im gesamten Bundesgebiet. Zusätzlich gibt es eigenständige Hochschülerinnen- und Hochschülerschaften an jeder Universität. Es gibt vier Ebenen der Studierendenvertretung:

1. Die Österreichische HochschülerInnenschaft

Sie vertritt die Interessen aller Studierenden österreichweit und ihr obliegt die Vertretung gegenüber staatlichen Behörden. Die ÖH besteht aus zwei Organen:

  • Die Bundesvertretung: Das nationale Studentenparlament besteht aus 45 Mandataren, aus deren der Vorsitzende und zwei Stellvertreter gewählt werden.
  • Die Wahlkommission: Die Aufgabe des zweiten Organs ist die Organisation der Wahlen, die alle zwei Jahre stattfinden. Die Kommission besteht aus einem vom Bildungsministerium bestellten Vorsitzenden und je einem Vertreter der stärksten Gruppen in der Bundesvertretung.

Die ÖH hat das Recht auf Begutachtung der Gesetze sowie die Durchführung von Veranstaltungen an allen Universitäten Österreichs. Die Arbeit der ÖH-Bundesvertretung gliedert sich in viele Bereiche. die eingerichteten Referate sind Organisationseinheiten, die jeweils ein Themenfeld inhaltlich und organisatorisch bearbeiten.

2. Die HochschülerInnenschaften an den Universitäten

An jeder Universität gibt es eine eigene ÖH. Diese sind, genauso wie die bundesweit tätige ÖH, eigenständige Körperschaften öffentlichen Rechts. Sie vertreten alle an ihrer Universität inskribierten Studierenden und deren Interessen, sofern ausschließlich die eigene Universität betroffen ist. Auch hier gibt es wieder vier Organe:

  • Die Universitätsvertretung und
  • die Wahlkommission der jeweiligen Universität, sowie
  • die Fakultätsvertretungen und
  • die Studienvertretungen.

Die Anzahl der Mandatare der Universitätsvertretung sind, im Gegensatz zur Bundesvertretung, nicht fix vorgegeben, sondern abhängig von der Anzahl der Studierenden, die im Wahlsemester an der jeweiligen Universität inskribiert sind. Wie auch bei der Bundesvertretung werden die/der Vorsitzende und die zwei StellvertreterInnen aus dem Kreis geheim gewählt und vertreten die ÖH nach außen.

3. Die Fakultätsvertretungen

An jeder Universität gibt es pro Fakultät je eine Fakultätsvertretung. Je nach Studentenzahl besteht diese aus fünf bis elf Mandataren. Aus ihrem Kreis sind wieder ein Vorsitzender und zwei Stellvertreter geheim zu wählen. An Universitäten ohne Fakultätsgliederung entfallen diese.

4. Die Studienvertretung

Die kleinsten Einrichtungen werden für jede Studienrichtung an der jeweiligen Universität bzw. Fakultät eingerichtet und bestehen aus drei oder fünf Mandataren (je nach Studierendenzahl) und werden von der Studentinnen und Studenten persönlich gewählt.

Die vier Ebenen der Österreichischen HochschülerInnenschaft grafisch dargestellt:

Hierarchie