ÖH-Elefantenrunde mit Armin Wolf

Elefantenrunde mit Armin Wolf

Der ÖH-Wahlkampf geht in die heiße Phase. Am Dienstag, dem 7. Mai fand, im großen Festsaal der Uni Wien, eine Podiumsdiskussion mit den SpitzenkandidatInnen der 10 überregional kandidierenden Fraktionen statt. Moderiert wurde das Event bereits zum vierten Mal in Folge von ZIB2-Moderator Armin Wolf. Das Publikum war zahlreich erschienen, auch wenn bei der abschließenden Fragerunde das Gefühl aufkam, dass ein nicht geringer Anteil sich aus Mitgliedern der beteiligten Fraktionen zusammensetzte.

Die KandidatInnen und ihre Argumente im Überblick

Marcus Hohenecker von den zum ersten Mal antretenden Unipiraten setzt sich für die Etablierung einer Liquid Democracy-Plattform und den verstärkten Einsatz von Vorlesungsstreams ein.

Für Lukas Fasching vom Kommunistischen StudentInnenverband war der Geldmangel das Hauptproblem der Universitäten. Er trat für die finanzielle Absicherung für Studierende, den offenen Hochschulzugang und die Anliegen von migrantischen Studierenden ein.

Laut Klemens Herzog vom Kommunistischer StudentInnenverband-LinkeListe stehen der RFS und die JuLis für das „Ende einer unabhängigen ÖH“. Er kritisiert außerdem die AG für ihre Positionierung gegen ein gesellschaftspolitisches Engagement der ÖH. Sein wichtigstes Anliegen ist demnach das allgemeinpolitische Mandat.

Alexander Schierhuber vom Ring Freier Studenten betont die Aufdeckarbeit seiner Fraktion in der Causa Café Rosa. Er kritisiert die ehemalige ÖH-Vorsitzende Janine Wulz auch für ihre „Verbindungen zu verfassungsfeindlichen Organisationen.“ Als größtes Problem sieht er die ÖH-Pflichtmitgliedschaft.

Die Jungen Liberalen Spitzekandidatin Claudia Gamon befürwortet als einzige generelle Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. Ein Problem ist für sie fehlende Verhandlungsmacht der ÖH.

Anna Lena Bankel von der Fraktion Engagierter Studierender ist für die rechtliche Gleichsetzung von FH-Studierenden mit Universitäts-Studierenden ein. Da Fachhochschulen auf Privatrecht basieren, haben deren Studierende weniger Mitbestimmungsrechte.

Julia Freidl vom Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreich fordert faire Beihilfen, speziell die Abschaffung der Altersgrenze bei der Familienbeihilfe.

Viktoria Spielmann, eine der zwei Spitzenkandidatinnen der Grünen & Aletrnativen StudentInnen, hebt die feministischen und ökologischen Grundsätze ihrer Fraktion hervor. Das größte Problem für sie ist die Bildungsökonomisierung und die damit einhergehende schlechtere Leistbarkeit des Studiums für viele Studierende.

Florian Kraushofer von der Unabhängigen Fachschaftslisten Österreich, hebt die Parteiunabhängigkeit und die lokale Arbeit seiner Fraktion hervor. Das größte Problem ist für ihn die Unterfinanzierung der Unis.

Der Aktions Gemeinschaft Spitzenkandidat Florian Lerchbammer tritt für eine Serviceorientierte Politik in der ÖH ein. Er kritisiert die ideologisch geprägte Ausrichtung der anderen Fraktionen

Wer mehr wissen und sich selbst ein Bild machen will, kann sich die komplette Diskussion im bei FM4 nochmal in Ruhe ansehen.