Florian Kraushofer im Interview

Florian Kraushofer im Interview

Bundesspitzenkandidat Florian Kraushofer

Bundesspitzenkandidat Florian Kraushofer

Florian Kraushofer ist bei den diesjährigen ÖH Wahlen der Bundesspitzenkandidat der Fachschaflisten Österreich(FLÖ). Seitdem er sein Studium der Technischen Physik an der Technischen Universität Wien begonnen hat, ist er politisch aktiv. So ist er seit 2011 im Bildungspolitischen Referat der HTU Wien aktiv und Mandatar der ÖH-Bundesvertretung.

Für die kommenden ÖH Wahlen am 14. – 16. Mai 2013 stand er für uns zum Interview bereit.

oehwahlen2013.at: Wer bist du? Was machst du?

Kraushofer: Hallo, mein Name ist Florian Kraushofer, bin 21 Jahre alt. Ich wurde am 17. August 1991 in Wien geboren und bin dort  auch aufgewachsen. Zurzeit studiere ich an der Technischen Universität Wien Technische Physik und bin zurzeit Mandatar der Bundesvertretung.

oehwahlen2013.at: Wie kam es dazu, dass du dich für die ÖH interessiert und schlussendlich selbst dafür kandidierst?

Kraushofer: Da ich schon immer politisch interessiert war, war es als ich anfing zu studieren und mich mit den politischen Möglichkeiten von Studenten auseinandersetzte kein großer Schritt mehr mich selbst für die Belange der Studierenden einzusetzen. Aber den Einstieg bildeten natürlich Gespräche und Diskussionen mit Kommilitonen und Freunden. Dabei habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass sich jemand für die Interessen und Bedürfnisse der Studierenden einsetzt ohne dabei Irgendjemanden zu diskriminieren. Da einige Freunde bereits aktiv an der ÖH beteiligt waren, konnte ich mich sehr schnell mit der Materie auseinandersetzten und schlussendlich mich selbst aktiv daran beteiligen.

oehwahlen2013.at: Was hältst du von der ÖH?

Kraushofer: Meiner Meinung bewegt sie wahnsinnig viel. Ohne die ÖH wären die Studienbedingungen noch schwieriger, als sie bereits sind. Auch wenn es manchmal wie ein Kampf gegen Windmühlen aussieht, ist die ganze Arbeit der ÖH sehr wichtig und trägt dazu bei die Studienbedingungen zu verbessern und eine gute Ausbildung zu sichern. Auf Bundesebene ist es ab und zu schwierig konkrete Verbesserungen herbeizuführen aber die mediale Aufmerksamkeit die dabei entsteht kann oft dazu genutzt werden um Druck auf die politischen Parteien auszuüben und so für Verbesserungen sorgen. Auf Universitätseben ist es aufgrund der engagierten Arbeit in den universitären Gremien möglich die Studienbedingungen direkt mitzubestimmen und Missstände schnellstmöglich aufzuzeigen und Lösungen dafür zu finden.

oehwahlen2013.at: Was sind deine persönlichen Anliegen, welche du gern umsetzten würdest?

Kraushofer: Besonders wichtig ist mir ein offener freier Hochschulzugang, denn jeder hat das Recht auf ein Studium. Es darf weder die soziale Stellung noch das Einkommen der Eltern über den Zugang zur Universität entscheiden. Auch jegliche Form von Diskriminierung ,sei es auf Grund des Geschlechts , der sexuellen Neigung, Hautfarbe , sozialer oder geographischer Herkunft lehne ich als Person und die Fachschaftslisten Österreich ab. Zudem werden wir versuchen Transparenz in   die Anrechnung von Studienleistungen bei einem Wechsel an andere Hochschulen bzw. nach Auslandssemestern zu bringen und zu erleichtern. Eine Verbesserung der Qualität der Lehre erwarte ich mir durch eine Einbeziehung von Lehrveranstaltungsevaluierungen in die Mittelvergabe an die Universitäten.

oehwahlen2013.at: Was hältst du davon, dass manche Fraktionen für ihren Wahlkampf zig tausende Euro von politischen Parteien erhalten?

Kraushofer: Grundsätzlich halte ich einen Wahlkampf für wichtig und gut, denn jeder Student mehr der darüber informiert wird, ist ein potentieller Wähler mehr. Jedoch halte ich es für falsch wenn Fraktionen durch große Spendenbeträge nicht mehr parteipolitisch unabhängig sind. Parteiinteressen dürfen nicht an die Stelle der Interessen der Studierenden treten. Deshalb tritt der FLÖ auch für eine freie und parteipolitisch unabhängige Studienvertretung ein.

oehwahlen2013.at: Wie viel gebt ihr für den diesjährigen Wahlkampf aus? Werden es mehr als die 54 Euro bei der letzten Wahl sein?

Kraushofer: Es wird sich an denselben finanziellen Rahmen halten wie bei der letzten Wahl, wobei eigentlich alles von uns selbst aus der eigenen Tasche bezahlt wird. Dies sind aber alles kleine Beträge und somit nicht sehr kostenintensiv.

oehwahlen2013.at: Schließt Ihr bereits jetzt gewisse Koalitionspartner aus?

Als Koalitionspartner schließe ich bisher nur den Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) aus. Wir haben nämlich gewisse Grundsätze, von denen wir nicht runterkönnen. Wir können nicht in einer ÖH-Exekutive mitarbeiten, die sich für Zugangsbeschränkungen einsetzt.